Episode VII: Finnland, Helsinki

Willkommen im frisch gebackenen NATO-Staat Finnland. Mit der Fähre in zwei Stunden direkt aus Tallinn mitten hinein ins nur 80 km entfernte Helsinki.

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Es macht einen wesentlichen Unterschied aus, ob man eine Stadt mit dem Auto über die Straße erreicht oder per Schiff in den zentralen Hafen einfährt. Da wir Helsinki mit der Fähre erreichten, waren wir sofort mitten in der Stadt. Der erste Eindruck ist großartig, man wird geradezu überwältigt – in vielerlei Hinsicht. Alles ist etwas größer und breiter als in Tallinn. Man spürt regelrecht, dass man eine nordeuropäische Metropole erreicht hat. Das betrifft allerdings auch die Preise, die im Vergleich zu Tallinn locker um 50% höher sind. Uns sind dabei vor allem Alkohol und Kuchen aufgefallen, beides ungesund und süchtig machend. Andere Geschäfte, anderes Design, andere Architektur, andere Geschichte. Obwohl: beide Länder, Estland und Finnland, hatten in den vergangenen Jahrhunderten öfters Ärger sowohl mit den Russen als auch zeitweise mit den Deutschen. Auch die Schweden haben als jahrhundertelange Herrscher Finnlands ordentlich in deren Geschichte mitgemischt. So gibt es den freien Staat Finnland erst seit 1917.

Aber hier zunächst einige Eindrücke von Helsinki:

17. August: Heute sind wir zur Festungsinsel Suomenlinna gefahren. Bis zu den 1970er Jahren wurde diese Insel militärisch und als Gefängnis genutzt und ist seitdem ein beliebter Ausflugsort. Danach haben wir noch ein Architekturmuseum besucht.

18. August: Ein bisschen durch die Vorstädte geschlendert. Heute war „Tag des Museums“. Deshalb gab es überall umsonst Eintritt: wir haben das Kunstmuseum Diedrichsen und das Fotografiemuseum besucht, außerdem noch ein Theatermuseum und ein Hotel- und Restaurantmuseum. Skandiavisches Design allüberall; toll!

Nach drei Tagen ist es schon wieder vorbei. Fazit: tolle Stadt, hoher Lebensstandard, teuer, hip! Morgen fahren wir auf die Åland-Inseln; dort wird es hoffentlich etwas ruhiger, denn nach insgesamt sechs Tagen Großstadt freuen wir uns nun wieder auf die Natur.

Zum ersten Artikel dieses Blogs: https://projekt912.cordes-netzwerk.de/baltic-grand-tour-2022/

6 Antworten auf „Episode VII: Finnland, Helsinki“

  1. Absolut nicht zu empfehlen: das Bier „Koff“, das als Werbung auf der Straßenbahn zu sehen ist. Eines der Top 3 ekelhaftesten Biers, die ich jemals probiert habe (Oettinger-Bier in Deutschland ist dagegen ein Segen)

  2. Liest sich wie ein sehr persönlicher und individueller Baltic-Reiseführer!
    Macht mir große Freude eure Reise zu verfolgen. Heute gefiel mir eure „Spiegelsäule“ am besten.

  3. Was heißt Sonnenuntergang auf Finnisch? …..

    Tallinn – Helsinki bin ich vor zwanzig Jahren mit einer Schnellfähre gebrettert. Helsinki ist großartig und elegant – eine richtige Hauptstadt. Und das großartige Design habt Ihr ja ausdrücklich erwähnt; es gefällt mir auch sehr/fast immer.

    Die Aland-Inseln habe eine „völkerrechtlich sehr interessante“ Geschichte. In diesen Tagen sei es ausdrücklich gesagt: „Man kann – wenn man nur will – Konflikte auch friedlich lösen!“. Vermutlich wird Putin diesen Blog (leider) nicht lesen.

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